the work

In stressigen Situationen ist unsere Wahrnehmung stark eingeschränkt. Wir Menschen können nie alles in Gänze erkennen, was um uns herum und in uns geschieht. Wir treffen in jedem Moment eine ganz individuelle Auswahl der Realität. Das Ganze geschieht automatisch und blitzschnell in unserem Gehirn, ohne dass wir darüber nachdenken müssen. Wir bewerten jede Situation die wir wahrnehmen subjektiv, das bestimmt wiederum was wir in diesem Moment fühlen.

Stellen wir uns vor, wir sind mit einem guten Freund in einer Bar verabredet und er kommt zu spät. Wenn wir diese Situation als ein Ärgernis, eine Zumutung oder als Respektlosigkeit bewerten, dann sind wir verstimmt. Haben wir aber eine Zeitung dabei, in der wir unbedingt einen Artikel lesen wollen, dann werden wir dieselbe Situation vielleicht sogar begrüßen und uns darüber freuen, dass unser Freund zu spät zur Verabredung erschienen ist.

Die Bewertung bestimmt das Gefühl.

Nicht das, was uns Äußerlich passiert, bestimmt unser Gefühl. Erst unser Denken darüber, unsere Einschätzung in schlecht/gut, falsch/richtig, nützlich/unnütz, gemein/freundlich usw. entscheidet, ob wir uns selber und mit der Situation wohlfühlen. Wie oft waren wir uns schon ganz sicher, dass das, was wir da gerade erleben, schlecht oder ungünstig oder gar eine Katastrophe ist? Und einige Zeit später, mit ein wenig Abstand und weiteren Erfahrungen, entdecken wir, dass daran möglicherweise doch auch etwas Gutes war. Irgendetwas haben wir dadurch gelernt. Wir konnten in dem Moment der Hoffnungslosigkeit also nur noch nicht sehen, dass es möglich ist, dass diese scheinbar schwierige Situation auch gute Seiten hatte.

Wie funktioniert The Work?

Seit Tausenden von Jahren wissen wir, dass es nicht recht ist, über andere Menschen zu urteilen. Dennoch tun wir es ständig, im Grunde passiert es automatisch und vielleicht verurteilen wir uns selbst sogar dafür. Wir wissen, wie unsere Freunde handeln sollten, was gut für unsere Kinder ist, was Kollegen falsch machen, Politiker tun oder sagen sollten. In dem Prozess The Work nutzen wir diese Urteile, anstatt sie zu unterdrücken.

Anstatt die Welt um uns herum so verändern zu wollen, wie sie sein sollte, können wir an der Ursache arbeiten und die Gedanken, die wir glauben, überprüfen. Lösen sich stressige Überzeugungen oder Glaubenssätze auf, verschwinden auch die damit verbundenen inneren Konflikte und damit die schlechten Gefühle. The Work bietet die Möglichkeit, Perspektiven zu ändern und freundliche Sichtweisen einzunehmen.

Axel Schlaf

Konfliktmanager, zertifizierter Mediator, Professional Business Coach.
Arbeitsschwerpunkte: Konfliktmanagement im Businessbereich | Wirtschafts- und Unternehmensmediationen | Konfliktworkshops | Teamcoachings | Business Coaching | Supervision

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